Moratorium ohne Gesetzesform der Volksbank Hunsrück-Nahe eG, für Verbraucher und Nicht-Verbraucher, entsprechend dem Moratorium für die genossenschaftliche FinanzGruppe

Das Moratorium wird als Reaktion auf die COVID-19-Pandemie eingeführt.

Das Moratorium ohne Gesetzesform gilt für eine große Gruppe von Schuldnern, die auf der Grundlage weit gefasster Kriterien vorab festgelegt wurden. Die Kriterien für den Anwendungsbereich des Moratoriums ohne Gesetzesform sollten es dem Schuldner, der aufgrund der Coronakrise in wirtschaftlichen Schwierigkeiten ist, ermöglichen, das Moratorium in Anspruch zu nehmen. Wir definieren die Kriterien wie folgt:

Zielgruppe:

  • Nicht-Verbraucher:
    • Es handelt sich um Nichtverbraucherdarlehen mit Sitz in Deutschland
    • Es handelt sich um Nichtverbraucherdarlehen für Objektfinanzierungen in Deutschland
    • Der Kreditnehmer muss von der COVID-19-Pandemie derart wirtschaftlich betroffen sein, dass die Rückzahlung seiner Kredite gefährdet ist.
  • Verbraucher:
    • Verbraucher (und Schweizer Privatkunden, siehe unten) mit COVID19 bedingten Liquiditätsproblemen
    • Es handelt sich um Verbraucherdarlehensverträge sowie um Darlehensverträge nach Schweizer Recht mit Privatkunden in der Schweiz.

Regelungen:

  • Nicht-Verbraucher:
    • Der Anwendungszeitpunkt des Moratoriums ohne Gesetzesform beginnt am 29. Juni 2020.
    • Bei nicht endfälligen Krediten werden die laufenden Tilgungen für einen Zeitraum von maximal 18 Monaten gestundet, die Zinsen werden nicht gestundet. Bereits vereinbarte Stundungen werden auf den Maximalzeitraum angerechnet. Die erste Stundung muss bis spätestens zum 30.09.2020 erfolgt sein.
    • Für die gestundeten Beträge werden nach dem Sollzins Zinsen berechnet und vereinnahmt.
    • Die sonstigen Bestimmungen und Bedingungen des Darlehensvertrags, z.B. der Nominalzinssatz bleiben unverändert und werden durch das Moratorium nicht verändert.
  • Verbraucher:
    • Das Moratorium ohne Gesetzesform ist ab dem 29. Juni 2020 anwendbar.
    • Bei Annuitäten- und sonstigen Ratendarlehen werden die Tilgungsleistungen für einen Zeitraum von maximal 18 Monaten gestundet. Bereits vereinbarte Stundungen werden auf den Maximalzeitraum angerechnet. Die erste Stundung muss bis spätestens zum 30.09.2020 erfolgt sein.
    • Bei endfälligen Darlehen (auch Zinszahlungsdarlehen oder Festdarlehen genannt) werden Tilgungsersatzleistungen für einen Zeitraum von maximal 18 Monaten gestundet. Bereits vereinbarte Stundungen werden auf den Maximalzeitraum angerechnet. Die erste Stundung muss bis spätestens zum 30.09.2020 erfolgt sein.
    • Für die gestundeten Tilgungsbeträge werden nach dem Sollzins Zinsen berechnet und vereinnahmt; Zinsen auf Zinsen fallen nicht an.
    • Die sonstigen Bestimmungen und Bedingungen des Darlehensvertrags, z.B. Zinssätze werden durch das Moratorium nicht verändert.
    • Das Moratorium kann nur bei Darlehen angewendet werden, die vor dem 15. März 2020 abgeschlossen wurden

Beantragung:

  • Der Antrag auf Stundung ist schriftlich einzureichen. Fragen beantwortet Ihnen Ihr/e Berater/in gerne.